ULTRAS KREFELD

Wuppertaler SV 2 (A)

Es ist geschafft !!! Nach 17 Jahren (damals war es noch der Aufstieg in die 1. Bundesliga) wird beim KFC Uerdingen wieder ein Aufstieg gefeiert und soll der Grundstein einer erfolgreichen und besseren Zukunft sein. Mittelfristig soll die 3. Liga angesteuert werden.
Die Tage vor dem letztem Spiel waren nervlich für alle eine Katastrophe. Egal ob im Job, in der Schule, der Uni oder sonst wo. Immer und überall stellte sich jeder die gleiche Fragen. Schaffen wir den Aufstieg ? Ist das die Wende ? Oder verspielen wir mal wieder eine große Chance ? Und vor allem was passiert im Nichtaufstiegsfall ? Die Anspannung wuchs von Stunde zu Stunde. Die Nächte wurden immer kürzer.

Irgendwann stand der Kalender dann doch auf Sonntag. Durch Flyer und einem kleinem Trailer hatte man im Vorfeld zur gemeinsamen Anreise per Zug aufgerufen. Auf 2 Züge verteilt (für einen Zug war die Anzahl der Personen zu groß) machte man sich um 12.26 Uhr bzw. 12.35 Uhr mit knapp 1000 Uerdinger auf ins Bergische Land. In Wuppertal-Sonnborn wurde der Zugtrupp wieder vereint und so ging es geschlossen und lautstark Richtung Stadion. Am Stadion angekommen war erst mal warten angesagt, da die Eingangskontrolle nur sehr, sehr langsam voran gingen. Die Folgen waren ein langer Rückstau, der wiederum zur Folge hatte, dass die letzten Fans erst 10 Minuten nach Anpfiff im Stadion waren. Am Ende mögen es ungefähr 3000 Krefelder gewesen sein. Ein Zahl die wenige Stunden zuvor keiner für möglich gehalten hätte und man selbst zu Bundesligazeiten bei Auswärtsspielen nur sehr selten vorweisen könnte

Als Intro gab es zum Saisonfinale 2000 blau/rote Papptafeln mit der Aufschrift „Uerdingen 05“ . Dazu das aus den letzten Spielen bekannte Spruchband „We have a dream“, welches nach wenigen Minuten durch ein „make it real !“ erweitert wurde. Obwohl die Vorbereitungen im Stadion auf Grund der fehlenden Zeit etwas hektisch über die Bühne gingen, klappte die Umsetzung vorbildlich. Die Befürchtung, dass die Aktion auf Grund zahlreicher „Ahnungsloser“ in die Hose gehen könnte, bestätigte sich Gott sei Dank nicht. Das Ergebnis war eine der geilstes Choreografien, die man in Uerdingen je gesehen hat. DANKE !!! DANKE !!! DANKE !!!

Leider schwankte der Support an diesem Sonntag Nachmittag sehr stark. Zu groß waren die Anspannungen und die Angst das wichtigste Spiel der letzten Jahre zu verlieren und am Ende der Saison wieder mit leeren Händen da zu stehen. Als der WSV Nachwuchs dann auch noch in der 36. Minute in Führung ging, waren viele der Verzweiflung sehr nah. Bevor man jedoch im Tal der Tränen ankommen konnte, erzielte Njambe im Gegenzug das 1:1. Ein Wechselbad der Gefühle und wieder mal nichts für schwache Nerven. In der Halbzeit wurde dann kurz Kraft getankt. Zu Beginn der 2. Halbzeit wurden dann nochmal alle Kräfte gebündelt und die Mannschaft phasenweise von fast allen anwesenden Uerdingern im Stadion zwar nur mit einfachen Schlachtrufen, aber lautstark unterstützt. Auch so was ist in der Uerdinger Fanszene relativ selten zu beobachten. In der 64. Minute dann endlich die Wende. Ferati lenkt den Ball zum 2:1 für Krefeld ins Tor. Nach dem grenzenlosen ausflippen, begannen darauf die wohl längsten 30 Minuten eines jeden Uerdinger Fan. Nervlich am Ende pfiff der Schiedsrichter um 16.49 Uhr die Partie ab. Keine Steine – nein – ganze Gebirgszüge fielen unseren Spielern, Betreuern, Verantwortlichen und vor allem uns Fans vom Herzen. Trotz eines 6:2 TuRU Sieg in Fischeln, war man zwar mit 84 Punkten (!) punktgleich, aber Dank eines besseren Torverhältnis war uns der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Neben zahlreichen Freudentränen, floss nun auch Bier und Champagner. Trotzdem merke man immer noch die Anspannung. Jeder wird wohl noch ein paar Tage brauchen um die letzten Wochen zu verarbeiten um dann wirklich zu realisieren dass es beim KFC Uerdingen nun wieder Erfolge zu feiern gibt. Irgendwann machte man sich dann so langsam Richtung Bahnhof auf, wo diesmal sogar ein Sonderzug auf uns wartet der uns Non-Stop in die Samt- und Seidenstadt brachte. In Krefeld angekommen, folge ein gemeinsamer Fußmarsch zur Grotenburg. Knapp 600 Fans zogen jubelnd und singend durch Krefeld´s Straßen. Untermalt wurde das ganze immer wieder durch Bengalen und anderem Pyromaterial. Angekommen am Stadion wurde die Mannschaft von insgesamt über 3000 Fans empfangen und gebührend bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Viele Fans hatten halt sehr viel nachzuholen…

In der nächsten Saison starten wir also in der fünftklassigen NRW Liga. Dort warten dann u.a. die Traditionsvereine Fort. Köln, Westfalia Herne oder die Sportfreunde aus Siegen auf uns. Durch die nächste Ligareform könnte in der neuen Saison ein Platz unter den ersten 6-7 Teams reichen um den nächsten Aufstieg klar zu machen. Bis dahin ist es aber noch ein schwerer und steiniger Weg. Jedoch sind wir bereit diesen mit unserem Club zu gehen.

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