ULTRAS KREFELD

Homberg (A)

Es gibt Orte, an denen keiner freiwillig hin möchte. Die Sportanlage des VfB Homberg ist so ein Ort. Und so sollte auch diesmal die Akte „Homberg“ um ein weiteres Kapitel erweitert werden:

Da ein ordentlicher, gemeinsamer Support auf einem Grashügel recht schwierig ist, entschloss man sich frühzeitig – wie die Jahre zuvor schon – die Haupttribüne als Treffpunkt auszurufen. Unsere Gruppe nutze fast komplett den Vorverkauft um nicht wie in den Jahren zuvor sich am Spieltag an der Tageskasse anzustellen zu müssen. 3 Tage vor dem Spiel erreichte uns dann die Info, dass jegliches Material auf der Tribüne verboten sei. Begründung: „Ist halt so“. Na gut… 13.15 Uhr mit 25 Autos (Danke an alle, die unserem Aufruf gefolgt sind) ab nach Homberg. Bei den Eingangskontrollen ein wenig in die Trickkiste gegriffen und schon fand unser komplettes Material trotzdem den Weg auf die Tribüne. Für uns gehören Zaunfahnen, Trommel und Schwenker eben zum Fußball dazu und dies lassen wir uns auch nicht durch irgendwelche komischen Verbote, die ohne jegliche Begründung ausgesprochen werden, verbieten – und schon recht nicht, wenn man uns so arrogant und stur gegenüber tritt. Evl. sollten die VfB Verantwortlichen sich zum Beispiel in Rhede ein paar Tipps abholen und sich erklären lassen wie es auch anders, freundlicher und vor allem besser gehen könnte.

Nach dem alle Hürden genommen waren und das „Homberger System“ gescheitert war, konnte es nach 30 Minuten (!!!) Verzögerung (zu groß war der Andrang oder zu schlecht die Organisation) endlich losgehen. 2500 Zuschauer (davon ca. 1.800 aus Krefeld) sahen einen guten Start der Blau Roten. In der 35. Minute das verdiente 1:0 für unsere Farben durch unseren Aufstiegshelden Ferati, der sich mit einem Traumtor aus 35 Meter in die Torschützenliste eintragen konnte. Danach vergab man zahlreiche gute Chancen. Und wer vorne seine Chancen nicht nutzt… richtig… in der 74. Minute das mittlerweile verdiente 1:1, was auch gleichzeitig das Endergebnis war.
Supporttechnisch erwischte man heute auch einen gebrauchten Tag und so konnte man die Mannschaft gerade nach dem Ausgleich nicht wirklich mehr so unterstützen, wie es hätte sein sollen. Desweiterm kam erschwerennd dazu, dass die Fanszene das große Platzangebot wahrnahm und sich fast im kompletten Stadion verteilte.

Bleibt die Hoffnung, dass man in der nächsten Saison wieder einen großen Bogen um Homberg machen kann und nächsten Samstag (17.30 Uhr) die Leistung auf der Tribüne sowie auf dem Platz wieder so abgerufen werden kann, dass es für die Viktoria aus Köln nichts zu holen gibt.

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