ULTRAS KREFELD

Alemannia Aachen (A)

Dadurch, dass die direkte Zugstrecke nach Aachen gesperrt war, hieß es etwas früher aus den Federn, um über den Umweg Köln doch noch in die Kaiserstadt zu gelangen. Einige Tage zuvor hatte es 30 Stadtverbote für die Stadionverbotler unserer Fanszene gegeben, sodass die Reise leider ohne sie stattfinden musste. Knapp 80 Zugfahrer folgten trotzdem unserem Aufruf und erlebten eine feucht fröhliche und entspannte Anreise.

Nach vielen Überlegungen und dem positiven Auftritt am letzten Mittwoch, entschieden wir uns recht kurzfristig, wieder auf einen Vorsänger zurückzugreifen und waren daher gespannt, wie der Rest der Fanszene unsere spontane Entscheidung annehmen würde. Schade, dass leider nur knapp 350 Uerdinger den Weg nach Aachen gefunden haben. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch und so wurde seit fast einem halben Jahr wieder fast durchgängig supportet. Die Mitmachquote sowie das erste Feedback haben uns bestätigt, dass unsere Entscheidung nicht ganz so falsch war und die Fanszene insgesamt wieder ein kleines Stückchen zusammen gewachsen ist.

Auf dem Platz konnte man an die gute Leistung vom Viktoria-Spiel anknüpfen und hätte mit etwas mehr Cleverness sogar vor der Halbzeit noch in Führung gehen können. Nach dem Seitenwechsel nutzte Aachen aber eiskalt seine Chancen und erspielte sich eine verdiente 2:0 Führung. Der Anschlusstreffer in der 89. Minute durch Schulz kam dann vor insgesamt 6.500 Zuschauern leider zu spät. Am Ende fehlten wohl auch etwas die Kräfte, um das Spiel noch zu drehen. Allerdings stimmte wieder einmal die Einstellung und lässt positiv in die nächsten Wochen blicken.

Karlsbande & Co mit einem relativ unspektakulären Auftritt. Etwas Sing-Sang, ein paar Fahnen und gelegentlich hier und da etwas Gepöbel. Erst nach dem 1:0 wurde es etwas lauter und auch das restliche Stadion erwachte.

Am Ende sei noch eins gesagt: Vergesst alles, was ihr bisher mit dem Verein Alemannia Aachen und seinem Gequatsche „Rassismus und Extremismus haben am Tivoli keinen Platz“ (u.a. auf jeder Eintrittskarte zu finden) bisher gehört habt! Wer vorher nicht eh schon durchschaut hat, dass diese Aussagen von vorne bis hinten komplett erstunken und erlogen sind, bekam heute die Wahrheit knallhart serviert. Ein Spruchband „Kein Bock auf Nazis!“ wurde kurz und knapp mit den Worten „Sowas will hier in Aachen keiner haben“ abgelehnt und sollte durch den Sicherheitsdienst entsorgt werden. Zumindest zweites konnte so gerade noch verhindert werden. Die örtliche Hundertschaft drohte darauf mit Gewahrsam, falls nicht sofort das Verbot akzeptiert wird. Willkommen bei Alemannia Aachen – der Verein, der sich selber verarscht und verarschen lässt!

Viel Luft zum Verschnaufen bleibt nicht…. bereits am Dienstag (19:30 Uhr) kommen die Sportfreunde aus Siegen nach Krefeld. Auch dann heißt es, die positive Entwicklung auf dem Platz sowie im Block zu bündeln, damit die drei Punkte in Krefeld bleiben und man den Abstiegsplätzen weiterhin fern bleibt.

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