Protestspieltag gegen Zwickau

Veröffentlicht am: 24.09.18

Protestspieltag gegen Zwickau!

Worum geht’s:

In der kommenden englischen Wochen werden Bundesweit alle Fanszenen der Ligen 1 bis 3 Ihren Protest gegen DFB & DFL ins Stadion tragen. In allen Stadien sollen bis zur 20. Minute, statt der üblichen bunten und lauten Bilder, Szenen herrschen, die verdeutlichen wie die Fanblöcke bald aussehen werden, wenn bei den Verbänden kein Umdenken eintritt.

Die Entwicklung bis hierher:

Die Gespräche der „Fanszenen Deutschlands“ mit den Spitzen von DFB & DFL wurden abgebrochen. Der Beitritt der Fanseite zu einem wie auch immer gearteten ,,runden Tisch‘‘ brachte keine Verbesserung für jene Fanseite mit sich, stattdessen hat man lieber noch ein Montagsspiel in der 3.Liga eingeführt.

Das zeigt, dass es sich bei diesen Gesprächen nur um eine, für die Verbände gesichtswahrende Vorgabe von Dialogbereitschaft handelte, ohne dabei gewillt zu sein, tatsächliche Verbesserungen im Sinne der Fußballfans durchzusetzen. Die geleakten E-Mails zwischen DFB-Präsident Grindel und seinem Vize Rainer Koch haben uns gezeigt, wie die Verbandsbosse wirklich denken und dass der Abbruch der Gespräche ein richtiger Schritt war.

Was wollen wir erreichen?

Wir wollen unseren Fußball zurück. Wir wollen einen Fußball, der sich an der Basis orientiert statt die Spirale in immer neue Höhen zu drehen. Ein Fußball der den Fokus auf die Fans legt, statt sich nur nach Investoren, anderen Stakeholdern und dem großen Geld zu richten. Einen Fußball mit echten Emotionen, statt x-maliger Korrekturen vor dem Bildschirm. Einen Fußball der seinen Fokus aufs Stadion legt und nicht auf 20 verschiedene Pay TV-Abos. Einen Fußball, der am Wochenende stattfindet, und uns nicht ohne Not an Arbeitstagen durch die Republik scheucht.

Betrifft uns das in Krefeld überhaupt?

Bislang eher weniger. Aufgrund unserer sportlichen Talfahrt über Jahre, hatten wir nicht das Problem der extremen Spieltagszerstückelung. Und dennoch: Mit der Einführung der Live Spiele von Sport 1 in der Regionalliga, waren auch wir von Spielen unter der Woche betroffen.
Bis hierher können wir uns noch recht glücklich schätzen, waren es nicht allzu viele und aufgrund der Ligazugehörigkeit für uns und unsere Gäste auch nicht mit großen Anreise Strapazen verbunden. Aber es geht weiter: Das Auswärtsspiel in Osnabrück ist an einem Montag. Das zeigt uns, wie egal der DFL unsere Strapazen und unsere Anwesenheit sind. Eine eigene Protestaktion behalten wir uns für dieses Spiel vor, um zu zeigen, dass wir damit nicht einverstanden sind. Anwesend werden wir aber definitiv sein um unsere Mannschaft nach vorne zu treiben.
Noch dazu wollen wir nicht tatenlos zusehen, wie andere Fanszenen mit größeren Problemen vor existentielle Fragen gestellt werden. Früher oder später könnte uns das gleiche Schicksal ereilen.

Wie soll es jetzt weitergehen?

Offenbar ist noch mehr öffentlicher Druck nötig um den Entscheidungsträgern die Situation zu verdeutlichen. Wenn die Anliegen der Fans bei Gesprächen im stillen Kämmerlein kein Gehör finden, dann vertreten wir sie eben wieder dort, wo man uns nicht ignorieren kann: In unseren Stadien und Kurven. Es wurde angekündigt, dass man von uns hören wird oder eben nicht und setzen das in der kommenden englischen Woche, am siebten Spieltag um.

Was machen wir gegen Zwickau?

In den ersten 20 Minuten des Spiels werden wir und auch alle anderen Fankurven des Landes, auf einen wie üblich organisierten Support verzichten. Stattdessen wollen wir sowohl akustisch als auch optisch zeigen, dass die große Masse an Fans nicht damit einverstanden ist, was einige wenige Funktionäre mit unserem geliebten Fußball veranstalten.

Wir werden die Anfangsphase des Spiels schweigen und so mehr Aufmerksamkeit erreichen, wenn wir derweil auf andere Fahnen und Gesänge verzichten. Wir laden Euch dazu ein, sich uns anzuschließen um ein einheitliches und starkes Zeichen zu setzen! Zeigt denen da oben, dass die Fans in den Stadien nicht gewillt sind, immer neue Auswüchse der Kommerzialisierung und Entfremdung in Kauf zu nehmen!

Was kann unsere Mannschaft dafür?

Natürlich nichts! Und deshalb haben wir die Mannschaft auch im Vorfeld über den Protest informiert, sodass unsere Spieler hoffentlich keineswegs irritiert reagieren werden. Uns schmerzt es sehr unsere gut gestartete Mannschaft nicht komplett wie gewohnt von der ersten bis zur letzten Minute anzufeuern. Wir verzichten heute jedoch für 20 Minuten darauf, damit es zukünftig auch noch dauerhaft möglich sein wird unsere Fußball-Leidenschaft vollständig ausleben zu können. Es ist Zeit dafür zu kämpfen und zu zeigen wie es dauerhaft ohne Support in den deutschen Stadien aussehen würde.

EIN ANDERER FUSSBALL IST MÖGLICH!
VERÄNDERUNGEN SIND NÖTIG!

 

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